Keyword-Recherche für Anwälte: Relevante Suchbegriffe finden
Wie funktioniert Keyword-Recherche für Anwälte? Erfahre, wie Kanzleien Suchintentionen, Rechtsgebiete und lokale Suchanfragen systematisch analysieren.
Inhaltsverzeichnis
- Was ist Keyword-Recherche?
- Warum ist Keyword-Recherche für Kanzleien wichtig?
- Welche Suchintentionen sind für Anwälte relevant?
- Wie funktioniert Keyword-Recherche für Anwälte?
- Welche Tools eignen sich für die Keyword-Recherche?
- Ist ein hohes Suchvolumen immer besser?
- Keywords und KI-Suche
- Häufige Fehler bei der Keyword-Recherche
- Fazit
Was ist Keyword-Recherche?
Die Keyword-Recherche ist die systematische Analyse von Suchbegriffen und Suchanfragen, mit denen potenzielle Mandanten bei Google nach Informationen oder anwaltlicher Unterstützung suchen.
Für Kanzleien geht es dabei nicht darum, möglichst viele Keywords in eine Website einzubauen. Entscheidend ist vielmehr zu verstehen, welche Probleme Nutzer haben, welche Begriffe sie verwenden und welche Suchintention hinter einer Anfrage steht.
Keyword-Recherche für Anwälte kurz erklärt:
– Ausgangspunkt sind Rechtsgebiete, konkrete Fälle und typische Mandantenfragen.
– Suchvolumen allein sagt noch nichts über den wirtschaftlichen Wert eines Keywords aus.
– Die Suchintention entscheidet darüber, welcher Inhalt zu einer Anfrage passt.
– Lokale, informative und mandatsnahe Suchanfragen sollten getrennt betrachtet werden.
Warum ist Keyword-Recherche für Kanzleien wichtig?
Potenzielle Mandanten suchen häufig nicht mit juristischen Fachbegriffen, sondern beschreiben ihr konkretes Problem. Statt nach „Kündigungsschutzrecht“ kann beispielsweise nach „Kündigung erhalten was tun“ gesucht werden.
Eine gute Keyword-Recherche hilft deshalb, die Sprache der Zielgruppe mit den Rechtsgebieten und Leistungen einer Kanzlei zu verbinden.
Typische Ziele einer Keyword-Recherche
- Mandatsrelevante Suchanfragen erkennen: Welche Suchbegriffe deuten auf konkreten Beratungsbedarf hin?
- Informationsbedarf verstehen: Welche Fragen stellen Nutzer vor einer möglichen Kontaktaufnahme?
- Lokale Nachfrage analysieren: Für welche Kombinationen aus Rechtsgebiet und Standort besteht Nachfrage?
- Content strukturieren: Welche Themen benötigen eine eigene Leistungsseite, einen Ratgeber oder einen Lexikoneintrag?
Welche Suchintentionen sind für Anwälte relevant?
| Suchintention | Beispiel | Passender Inhalt |
|---|---|---|
| Informational | „Kündigungsschutzklage Frist“ | Ratgeber oder FAQ |
| Mandatsnah | „Anwalt Arbeitsrecht Berlin“ | Leistungs- oder Standortseite |
| Konkretes Problem | „Abfindung nach Kündigung berechnen“ | Spezialisierte Themenseite oder Tool |
| Navigational | „Kanzlei Müller Kontakt“ | Kanzlei- oder Kontaktseite |
Wie funktioniert Keyword-Recherche für Anwälte?
Eine sinnvolle Recherche beginnt nicht mit einem SEO-Tool, sondern mit den tatsächlichen Leistungen und Problemen der Mandanten.
1. Rechtsgebiete und Leistungen erfassen
Zunächst sollten alle Rechtsgebiete und konkreten Leistungen gesammelt werden. Im Arbeitsrecht können dazu beispielsweise Kündigung, Abfindung, Aufhebungsvertrag oder Kündigungsschutzklage gehören.
2. Mandantenperspektive einnehmen
Anschließend wird analysiert, wie Rechtssuchende diese Situationen tatsächlich beschreiben. Juristische Fachsprache und die Sprache potenzieller Mandanten unterscheiden sich häufig deutlich.
3. Suchanfragen und Nachfrage prüfen
SEO-Tools und der Google Keyword Planner können helfen, verwandte Suchbegriffe, ungefähre Suchvolumina und weitere Varianten zu entdecken.
Dabei ist wichtig: Die im Google Keyword Planner angezeigte Kennzahl „Wettbewerb“ beschreibt den Wettbewerb zwischen Werbetreibenden in Google Ads. Sie ist nicht identisch mit der organischen Schwierigkeit, für einen Begriff bei Google zu ranken.
4. Suchintention und Suchergebnisse analysieren
Ein Keyword sollte nicht allein anhand einer Zahl ausgewählt werden. Ein Blick auf die aktuellen Suchergebnisse zeigt, welche Art von Inhalt Google und Nutzer für die jeweilige Anfrage erwarten.
5. Keywords zu Themen clustern
Ähnliche Suchanfragen müssen nicht automatisch jeweils eine eigene Seite erhalten. Häufig können mehrere Varianten sinnvoll innerhalb eines gemeinsamen Themenbereichs beantwortet werden.
Welche Tools eignen sich für die Keyword-Recherche?
- Google Search Console: Zeigt, über welche Suchanfragen eine bestehende Website Impressionen und Klicks erhält.
- Google Keyword Planner: Liefert Keyword-Ideen und Schätzungen zu monatlichen Suchanfragen.
- Google-Suche: Autovervollständigung, verwandte Fragen und Suchergebnisse zeigen reale Themenzusammenhänge.
- Ahrefs, Semrush und ähnliche SEO-Tools: Ergänzen Keyword-Daten um Wettbewerbs- und SERP-Analysen.
- Eigene Mandantenanfragen: E-Mails, Telefonate und Beratungsgespräche sind eine wertvolle Quelle für echte Fragestellungen.
Ist ein hohes Suchvolumen immer besser?
Nein. Ein Keyword mit hohem Suchvolumen kann sehr allgemein sein und Nutzer mit unterschiedlichen Absichten erreichen. Ein deutlich kleineres Keyword kann dagegen exakt zu einer Leistung der Kanzlei passen.
Für eine Kanzlei kann beispielsweise eine konkrete Anfrage wie „Fachanwalt Kündigung Geschäftsführer Berlin“ wirtschaftlich interessanter sein als ein breiter Begriff wie „Arbeitsrecht“.
Keywords und KI-Suche
Mit ChatGPT, AI Overviews und anderen KI-Suchsystemen werden Suchanfragen zunehmend länger und konversationeller. Nutzer formulieren häufiger vollständige Fragen und ergänzen zusätzlichen Kontext.
Dadurch wird es noch wichtiger, nicht nur einzelne Keywords zu betrachten, sondern Themen, Probleme, Fragen und Nutzerintentionen vollständig abzudecken.
Häufige Fehler bei der Keyword-Recherche
- Suchvolumen wird mit wirtschaftlicher Relevanz gleichgesetzt.
- Es werden ausschließlich juristische Fachbegriffe recherchiert.
- Mehrere Seiten werden für nahezu identische Suchintentionen erstellt.
- Lokale Nachfrage wird bei regional arbeitenden Kanzleien nicht berücksichtigt.
- Keywords werden künstlich häufig in Texte eingebaut.
- Bestehende Search-Console-Daten werden nicht ausgewertet.
Fazit
Keyword-Recherche für Anwälte bedeutet vor allem, die Sprache und Suchintention potenzieller Mandanten zu verstehen. Suchvolumen und SEO-Kennzahlen helfen bei der Priorisierung, sollten aber nie isoliert betrachtet werden. Besonders wertvoll sind Suchanfragen, die fachlich zum Rechtsgebiet und wirtschaftlich zum gewünschten Mandat passen.
Wissenswertes für Kanzleien
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Autor: Oliver Godolt
Mit über 20 Jahren Erfahrung in der Digitalbranche, davon knapp 10 Jahre mit Fokus auf Kanzleimarketing und die Sichtbarkeit von Rechtsanwälten. Er ist spezialisiert auf nachhaltige SEO-Optimierung, hocheffiziente Leadgenerierung und die Digitalisierung juristischer Geschäftsmodelle.