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Entitäten & Knowledge Graph: Wie Google Dinge statt Wörter versteht

Was sind Entitäten und was ist der Google Knowledge Graph? Erfahre, wie Suchmaschinen und KI Marken erkennen und wie du dein Unternehmen eindeutig einordnen lässt.

Weniger Klicks, wenn die KI antwortet

Anteil der Google-Suchen, nach denen ein klassisches Suchergebnis angeklickt wurde:

  • ohne KI-Übersicht 15 %
  • mit KI-Übersicht 8 %
  • Klick auf Link in der KI-Übersicht 1 %

Klicks: Pew Research Center, Browsing-Daten von 900 US-Erwachsenen, März 2025. Nutzerzahlen: Google I/O, Mai 2026; OpenAI, Februar 2026. Pew Research

Was sind Entitäten?

Eine Entität ist ein eindeutig bestimmbares Ding: eine Person, ein Unternehmen, ein Ort, ein Produkt oder ein Begriff. Suchmaschinen und KI-Systeme versuchen, hinter Wörtern solche Entitäten zu erkennen und ihre Beziehungen zueinander zu verstehen.

Das Wort „Jaguar“ kann ein Tier oder eine Automarke meinen. Erst aus dem Zusammenhang wird klar, welche Entität gemeint ist. Google hat diesen Ansatz 2012 mit dem Leitsatz „things, not strings“ beschrieben: Dinge verstehen statt nur Zeichenfolgen abgleichen.

Entitäten kurz erklärt:

– Entitäten sind eindeutig bestimmbare Dinge mit Eigenschaften.

– Der Knowledge Graph speichert sie und ihre Beziehungen.

– Google sprach 2020 von 500 Mrd. Fakten zu 5 Mrd. Entitäten.

– Knowledge Panels zeigen Daten aus dem Knowledge Graph.

– Eine klar erkennbare Marke hilft auch in KI-Antworten.

Was ist der Knowledge Graph?

Der Google Knowledge Graph ist eine Wissensdatenbank, die Entitäten und ihre Beziehungen speichert. Er verbindet etwa ein Unternehmen mit seinem Gründer, seinem Sitz, seiner Branche und seinen Produkten. Google gab 2020 an, dass der Knowledge Graph rund 500 Milliarden Fakten über 5 Milliarden Entitäten enthält.

Sichtbar wird der Knowledge Graph vor allem im Knowledge Panel: dem Infokasten, der bei vielen Suchen nach Personen, Unternehmen oder Orten rechts neben den Ergebnissen oder mobil oben erscheint.

Woher kommen die Daten?

  • öffentlich zugängliche Websites, darunter die Website der Entität selbst
  • offene Wissensdatenbanken wie Wikipedia und Wikidata
  • lizenzierte Daten, etwa zu Sport, Börse oder Wetter
  • Angaben aus dem Google-Unternehmensprofil
  • Rückmeldungen von verifizierten Personen und Organisationen

Warum sind Entitäten für SEO und KI-Suche wichtig?

Suchmaschinen ordnen Inhalte zunehmend Themen und Entitäten zu, nicht nur einzelnen Keywords. Auch Sprachmodelle arbeiten mit Wissen über Marken und Personen. Wird ein Unternehmen eindeutig erkannt und überall gleich beschrieben, steigt die Chance, dass es in Antworten richtig eingeordnet und genannt wird.

Widersprüchliche Angaben haben den gegenteiligen Effekt: unterschiedliche Firmennamen, alte Adressen oder wechselnde Beschreibungen erschweren die Zuordnung.

So wird die eigene Marke als Entität erkennbar

1. Einheitliche Angaben

Name, Adresse, Telefonnummer und Beschreibung sollten auf der Website, im Google-Unternehmensprofil, in Branchenverzeichnissen und Social-Media-Profilen übereinstimmen.

2. Strukturierte Daten nutzen

Mit Schema.org-Markup vom Typ Organization oder LocalBusiness und der Eigenschaft sameAs lässt sich die Website mit den offiziellen Profilen verknüpfen. Mehr dazu unter Strukturierte Daten.

3. Eine klare „Über uns“-Seite

Wer steckt hinter dem Unternehmen, seit wann gibt es es, wofür steht es? Diese Seite ist für Suchmaschinen eine wichtige Referenz und stärkt zugleich E-E-A-T.

4. Erwähnungen auf anderen Seiten

Je öfter eine Marke im passenden Zusammenhang genannt wird, desto klarer wird ihr Profil. Mehr dazu unter Markenerwähnungen.

Kann man ein Knowledge Panel beantragen?

Nein. Google entscheidet selbst, ob ein Knowledge Panel erscheint. Wer bereits eines hat, kann es über die Funktion „Dieses Knowledge Panel beanspruchen“ verifizieren und danach Änderungen vorschlagen. Für lokale Unternehmen ist das Google-Unternehmensprofil der direkte Weg zu einem eigenen Infokasten.

SEO-Experte Oliver Godolt

Autor: Oliver Godolt

Mit über 20 Jahren Erfahrung in der Digitalbranche, davon knapp 10 Jahre mit Fokus auf Kanzleimarketing und die Sichtbarkeit von Rechtsanwälten. Er ist spezialisiert auf nachhaltige SEO-Optimierung, hocheffiziente Leadgenerierung und die Digitalisierung juristischer Geschäftsmodelle.

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