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KI-Crawler: GPTBot, OAI-SearchBot & Co. in der robots.txt

Welche KI-Crawler gibt es und wie steuert man sie? Überblick über GPTBot, OAI-SearchBot, PerplexityBot, ClaudeBot und Google-Extended mit Beispielen für die robots.txt.

Weniger Klicks, wenn die KI antwortet

Anteil der Google-Suchen, nach denen ein klassisches Suchergebnis angeklickt wurde:

  • ohne KI-Übersicht 15 %
  • mit KI-Übersicht 8 %
  • Klick auf Link in der KI-Übersicht 1 %

Klicks: Pew Research Center, Browsing-Daten von 900 US-Erwachsenen, März 2025. Nutzerzahlen: Google I/O, Mai 2026; OpenAI, Februar 2026. Pew Research

Was sind KI-Crawler?

KI-Crawler sind automatisierte Programme von KI-Anbietern, die Webseiten abrufen. Je nach Crawler dienen die Inhalte dem Training von Sprachmodellen, dem Aufbau eines Suchindex für KI-Suchen oder dem Abruf einer Seite in dem Moment, in dem ein Nutzer danach fragt.

Diese Unterscheidung ist wichtig: Wer alle KI-Crawler pauschal sperrt, schließt sich womöglich auch aus KI-Suchen wie ChatGPT Search oder Perplexity aus.

KI-Crawler kurz erklärt:

– Es gibt Crawler für Training, für Suche und für Nutzeranfragen.

– Die meisten lassen sich einzeln per robots.txt steuern.

– Wer in KI-Suchen erscheinen will, sollte die Such-Crawler erlauben.

– Google AI Overviews nutzen den normalen Googlebot.

Welche KI-Crawler gibt es?

User-Agent Anbieter Zweck
OAI-SearchBot OpenAI Suchindex für ChatGPT Search
GPTBot OpenAI Inhalte für das Training von Modellen
ChatGPT-User OpenAI Abruf einer Seite auf Anfrage eines Nutzers
Google-Extended Google Kein eigener Crawler, sondern ein Steuerungs-Token für die Nutzung in Gemini-Modellen
PerplexityBot Perplexity Suchindex für Perplexity
ClaudeBot Anthropic Inhalte für das Training von Modellen
Applebot-Extended Apple Steuerungs-Token für die Nutzung in Apples KI-Modellen
CCBot Common Crawl Offener Webkorpus, der oft für KI-Training genutzt wird

Die Liste ist nicht vollständig und ändert sich regelmäßig. Maßgeblich sind die Dokumentationen der Anbieter.

Was ist mit Google AI Overviews und dem AI Mode?

Für AI Overviews und den Google AI Mode gibt es keinen eigenen Crawler. Google nutzt dafür den normalen Googlebot und den Suchindex. Das Token Google-Extended steuert dagegen nur, ob Inhalte für Gemini-Modelle verwendet werden dürfen – es hat laut Google keinen Einfluss auf Rankings oder die Aufnahme in die Google Suche.

Wie steuert man KI-Crawler in der robots.txt?

Jeder Crawler kann einzeln erlaubt oder gesperrt werden. Ein Beispiel: Sichtbarkeit in ChatGPT Search ja, Nutzung für das Modelltraining nein.

User-agent: OAI-SearchBot
Allow: /

User-agent: GPTBot
Disallow: /

User-agent: PerplexityBot
Allow: /

Änderungen an der robots.txt wirken nicht sofort. OpenAI nennt für den OAI-SearchBot zum Beispiel etwa 24 Stunden, bis neue Regeln greifen.

Sollte man KI-Crawler sperren?

Das hängt vom Geschäftsmodell ab. Für die meisten Unternehmen, Dienstleister und Kanzleien gilt: Such-Crawler erlauben, damit die eigene Marke in KI-Antworten genannt und verlinkt werden kann. Ob man das Training von Modellen zulässt, ist eine bewusste Entscheidung – vor allem für Verlage und Anbieter exklusiver Inhalte.

Prüfe außerdem, ob eine Firewall oder ein CDN KI-Crawler automatisch blockiert. Das passiert häufiger als gedacht und lässt sich in den Server-Logs erkennen. Mehr zur technischen Basis unter Technisches SEO.

SEO-Experte Oliver Godolt

Autor: Oliver Godolt

Mit über 20 Jahren Erfahrung in der Digitalbranche, davon knapp 10 Jahre mit Fokus auf Kanzleimarketing und die Sichtbarkeit von Rechtsanwälten. Er ist spezialisiert auf nachhaltige SEO-Optimierung, hocheffiziente Leadgenerierung und die Digitalisierung juristischer Geschäftsmodelle.

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